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Stärke im Einsatz und darüber hinaus: McCall Hoyt
Stärke im Einsatz und darüber hinaus: McCall Hoyt
16. März 2026
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Wenn du an Stärke denkst – was kommt dir in den Sinn? Für McCall Hoyt zeigt sich Stärke auf viele Arten. Manchmal bedeutet sie, die letzten Minuten eines Rennens durchzustehen. In anderen Momenten heißt sie, für jemanden da zu sein – an dessen schwerstem Tag im Leben.
Als Notfallsanitäterin bei der Feuerwehr in Nashville und engagierte HYROX-Athletin verbringt McCall ihre Tage mit Einsätzen unter hohem Stress – und ihre Freizeit damit, sich auf einen der anspruchsvollsten Wettkämpfe im Fitnessbereich vorzubereiten. Es ist ein Balanceakt aus Einsatzbereitschaft, Disziplin und Widerstandsfähigkeit, der sie bereits dazu gebracht hat, sich zwei Jahre in Folge in mehreren Kategorien für die HYROX-Weltmeisterschaften zu qualifizieren.
In diesem Women’s History Month feiern wir Athletinnen wie McCall Hoyt, die neu definieren, wie Stärke aussehen kann.
McCall wusste schon immer, dass sie eine Aufgabe übernehmen wollte, bei der es darum geht, anderen zu helfen. „Ich wusste, dass ich etwas im Bereich der Pflege machen möchte“, erklärt sie. „Aber ich liebe auch Adrenalin.“ Diese Kombination führte sie schließlich zur Notfallmedizin. Was zunächst als Sprungbrett Richtung Krankenpflege gedacht war, wurde schnell zur Berufung. „Ich habe mich in die präklinische Versorgung verliebt. Am meisten begeistert mich der Mix aus Ungewissheit, Adrenalin und der Möglichkeit, Menschen in den schwierigsten Momenten ihres Lebens zu helfen.“
Die Arbeit als Notfallsanitäterin bedeutet ständige Unvorhersehbarkeit. Lange Schichten, wenig Schlaf und emotional belastende Situationen gehören zum Alltag. Gleichzeitig hat genau dieses Umfeld auch ihre Einstellung zum Leben und Training geprägt. „Es erinnert mich ständig daran, ruhig zu bleiben – egal ob eine Situation groß oder klein erscheint“, sagt McCall. „Ich sehe Menschen in ihren dunkelsten Momenten, die trotzdem dankbar für ihr Leben sind. Das erinnert mich daran, nicht als selbstverständlich anzusehen, was mein Körper leisten kann.“
Diese Perspektive treibt ihr Training an. „Je stärker ich körperlich und mental bin, desto mehr kann ich anderen geben.“
Training auf höchstem Niveau neben dem Job als Notfallsanitäterin ist nicht einfach. McCall arbeitet in einem anspruchsvollen Vier-Tage-an/Vier-Tage-frei-Rhythmus und absolviert ihre Trainingseinheiten oft vor oder nach mehreren 12-Stunden-Schichten. In manchen Wochen kommt der Schlaf zu kurz, Einsätze dauern länger als geplant, und die Regeneration wird zur Herausforderung. Genau hier sind Disziplin und Anpassungsfähigkeit gefragt.
„Ich ziehe 90 % meiner Einheiten durch – egal was ist. Aber ich habe gelernt, dass Anpassungen wichtig sind. Bewegung ist immer besser als keine.“ Wenn es ihr Zeitplan zulässt, wird ihr Training intensiver. Morgens stehen oft Ausdauereinheiten an – lange Läufe oder aerobe Einheiten auf Concept2 Ergs. Am Abend folgen Krafttraining, EMOM-Intervalle und spezifische HYROX-Einheiten. Das Ziel ist klar: die Ausdauerbasis und Belastbarkeit aufbauen, die nötig ist, um auf höchstem Niveau zu bestehen.
Als Ersthelferin und Wettkampfsportlerin hat McCall aus erster Hand erfahren, wie oft weibliche Stärke missverstanden wird. „Es gibt diese Vorstellung, dass man einfach härter arbeiten muss, wenn man müde oder ausgelaugt ist“, sagt sie. „Aber Regeneration ist keine Schwäche – sie ist Strategie.“ Die Physiologie von Frauen bringt zusätzliche Komplexität ins Training, die ihrer Meinung nach nicht ignoriert werden sollte. „Unsere Hormone verändern sich wöchentlich, unser Stresslevel schwankt. Das zu verstehen, ist keine Schwäche, sondern Intelligenz – das musste ich selbst erst lernen.“
Eine der prägendsten Herausforderungen in McCalls Leben war der frühe Verlust ihrer Mutter. Ihre Eltern hatten sie in ihrer Kindheit stets unterstützt und keinen Wettkampf verpasst. Noch heute ist diese Lücke spürbar. „Es gibt Momente am Start oder im Ziel, in denen ich automatisch nach ihr Ausschau halte“, sagt sie. Doch die Werte, die ihre Mutter ihr mitgegeben hat, wirken bis heute. „Ich versuche zu leben, als würde sie am Rand stehen und mich anfeuern.“ Die Stärke, die ihre Mutter im Umgang mit Krankheit zeigte, hat auch McCalls Sicht auf Gesundheit geprägt. „Mich um meinen Körper zu kümmern, bedeutet nicht nur Leistung – es ist auch eine Form von Respekt gegenüber dem, was sie mir vorgelebt hat.“
Auf ihrem Weg wurde McCall von vielen starken Frauen inspiriert. HYROX-Champion Lauren Weeks ist für sie ein Beispiel dafür, wie man Leistungssport und Mutterrolle verbindet. „Es inspiriert mich, ihre Tochter dabei aufwachsen zu sehen, wie sie all das miterlebt. Stark zu sein.“ Auch Athletinnen wie Lucy Proctor, die offen über Erfolge und Herausforderungen sprechen, zeigen ihr, dass selbst Top-Athletinnen menschlich bleiben. „Das macht den Sport greifbar und real.“
Smarte Trainingsgeräte spielen für McCall eine wichtige Rolle, um Beruf und Leistungssport zu vereinbaren. Ihr Favorit: das Concept2 BikeErg. „Es ist fordernd und gleichzeitig macht es Spaß“, sagt sie. „Es ist wirklich eine Art Geheimwaffe.“ Das BikeErg ermöglicht es ihr, ihre Ausdauer zu verbessern, ohne die zusätzliche Belastung durch Laufen – ein großer Vorteil bei langen Arbeitsschichten. „Es ist beeindruckend, wie viel man damit aerobe Fortschritte erzielen kann.“ Für zusätzliche Herausforderungen nutzt sie den SkiErg. „Man spürt direkt, wie man besser wird – das ist unglaublich motivierend.“
Für McCall ist HYROX mehr als nur ein Wettkampf. Es bringt ihr die Freude am Sport zurück. „Man fühlt sich wieder wie ein Kind“, sagt sie. „Man hat ein Ziel, auf das man hinarbeitet.“ Die Kombination aus Ausdauer und Kraft macht den Sport zudem zugänglich. „Jeder kann mitmachen. Man sieht Menschen aus allen Lebensbereichen.“ Genau diese Mischung aus Herausforderung und Gemeinschaft hält sie dabei.
In diesem Women’s History Month erinnert uns McCalls Geschichte daran, dass Stärke weit über körperliche Leistung hinausgeht. Sie zeigt sich in Mitgefühl in schwierigen Momenten, in Widerstandskraft nach Verlusten und im Durchhaltevermögen, immer wieder anzutreten.
Für McCall bedeutet es, als starke Frau im Sport alles anzunehmen. „Es heißt, Mitgefühl und Wettkampfgeist miteinander zu verbinden“, sagt sie. „Stärke zeigt sich nicht nur darin, wie viel du heben kannst oder wie schnell du bist – sondern darin, wie authentisch und selbstbewusst du auftrittst.“ Und genau dieses Auftreten macht wahre Stärke aus.
Möchtest du McCall auf Social Media folgen und mehr über HYROX, Fitness und Notfallmedizin erfahren? Du findest sie auf Instagram unter @mccallmemaybe22.
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