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Daniel Edens Weg zum 24-Stunden-Ski-Rekord
Daniel Edens Weg zum 24-Stunden-Ski-Rekord
2. Juni 2026
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Daniel Eden, ein 29-jähriger Veteran aus dem Vereinigten Königreich, macht sich derzeit einen Namen im Para-Nordic-Skilauf – und verfolgt dabei ein noch größeres Ziel: Er möchte als erster Athlet im adaptiven Sport einen Guinness-Weltrekord für die größte im Nordic-Skilauf innerhalb von 24 Stunden zurückgelegte Distanz aufstellen. Im Jahr 2021 wurde er auf der Rückfahrt zu seiner Kaserne nach einem Familienbesuch in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt, bei dem sein rechter Arm schwer verletzt wurde. Nach zwei Jahren mit Operationen und dem Versuch, die Gliedmaße zu retten, traf er 2023 die schwierige Entscheidung zur Amputation. Dieser Moment markierte den Beginn eines neuen und unerwarteten Lebensabschnitts.
Die folgenden Monate waren von Unsicherheit geprägt, während Daniel versuchte herauszufinden, welche Rolle Sport, Fitness und Identität in diesem neuen Lebensabschnitt spielen würden. Eine neue Richtung zeichnete sich 2024 ab, als seine Kollegin Nerys Jones den Kontakt zu Elizabeth Winfield vom Armed Forces Para Snowsports Team herstellte. Nur drei Monate nach seiner Operation reiste Daniel nach Colorado, um erstmals adaptiven Nordic-Skilauf auszuprobieren. Was zunächst als Einführung begann, entwickelte sich schnell zu einem Wendepunkt. Während derselben Reise beobachtete der Cheftrainer des britischen Para-Biathlon-Teams Daniel auf der Loipe, absolvierte mit ihm technische Übungen und ermutigte ihn am Ende der Woche, den Leistungssport im Skilanglauf in Betracht zu ziehen. Acht Monate später war Daniel offiziell im Para-Langlauf klassifiziert und hatte bereits an zwei internationalen Wettkämpfen teilgenommen.
Diese Chance kam zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Daniel hatte vier Jahre lang darum gekämpft, trotz seiner Verletzung in der britischen Armee bleiben zu können, und der Abschied vom Militär fiel ihm nicht leicht. Die Gemeinschaft, Struktur und Herausforderung, die er im Skisport fand, machten diesen Übergang jedoch möglich. Der Sport spiegelte vieles wider, was er am Militärleben schätzte: Disziplin, Zielstrebigkeit, Teamgeist und die Möglichkeit, sein Land zu vertreten – wenn auch in einer ganz anderen Uniform.
Nun bereitet sich Daniel auf die größte Herausforderung seiner sportlichen Laufbahn vor. Im Jahr 2027 plant er den Versuch, den Guinness-Weltrekord für die größte von einem Para-Athleten innerhalb von 24 Stunden zurückgelegte Distanz im Skilanglauf aufzustellen. Derzeit wird in dieser Kategorie lediglich die Leistung des nicht beeinträchtigten Athleten Hans Maenpaa anerkannt, der 2018 außergewöhnliche 472 Kilometer zurücklegte. Daniel möchte mit nur einem Arm möglichst nahe an diese Distanz herankommen und die Grenzen dessen verschieben, was im adaptiven Sport als möglich gilt. Für ihn hat dieser Versuch eine Bedeutung, die weit über den Rekord hinausgeht. Er möchte Veteranen, Amputierten und allen Menschen mit lebensverändernden Verletzungen zeigen, dass Fähigkeiten nicht durch Rückschläge verloren gehen. Vom Erlernen alltäglicher Aufgaben mit nur einem Arm bis zur Vorbereitung auf einen Weltrekordversuch war es ein weiter Weg. Einen großen Teil dieses Fortschritts schreibt er der Unterstützung des Armed Forces Para Snowsports Team zu, das ihm in einer schwierigen Phase neue Orientierung gegeben hat.
In den kommenden zwölf bis achtzehn Monaten wird Daniel unter der Anleitung von Dean Hammond und The Catalyst Project trainieren. Das Programm analysiert jeden Aspekt seiner Leistungsfähigkeit – von Biomechanik, Ausdauer und Technik bis hin zu Regeneration und den mentalen Anforderungen eines durchgehenden 24-Stunden-Versuchs. Jedes Detail wird optimiert, damit bei der Vorbereitung nichts dem Zufall überlassen bleibt. Die intensive Vorbereitung mit dem Alltag zu vereinbaren, wird eine Herausforderung sein, doch Daniel ist bereit, alles Notwendige zu tun, um seine Erfolgschancen zu maximieren. Dieses Niveau an Ausdauer erfordert ein äußerst anspruchsvolles Trainingsprogramm, das zu großen Teilen auf Concept2 Ergometern basiert. Daniel berichtet, dass sich der SkiErg unkompliziert an seine individuellen Anforderungen anpassen lässt. Als echter Wendepunkt erwies sich jedoch der RowErg. Durch das Ineinandergreifen seiner Finger direkt über der Mitte des Griffs kann er mit ausgewogener, gleichmäßiger Kraft ziehen, wodurch sein einarmiges Training besonders effizient und wirkungsvoll wird.
Daniels Entwicklung – von den ersten Trainingseinheiten auf dem Concept2 SkiErg bis hin zum eigentlichen Rekordversuch – wird über soziale Medien sowie über die unterstützende Wohltätigkeitsorganisation dokumentiert. Sein Ziel ist es, offen und ehrlich über diesen Weg zu berichten und dabei sowohl Inspiration als auch praktische Einblicke für Menschen zu bieten, die selbst einen ähnlichen Weg im Sport oder in der Rehabilitation einschlagen möchten. Auf dem Weg zu diesem ehrgeizigen Ziel freut sich Daniel über die Unterstützung aller, die seine Reise verfolgen oder dazu beitragen möchten. In den Streitkräften bezeichnet der Begriff „Rear Line Support“ die Menschen, die im Hintergrund dafür sorgen, dass alles reibungslos funktioniert. Genau diese Art von Unterstützung spielt nun auch für dieses Projekt eine entscheidende Rolle – sei es durch das Teilen seiner Geschichte, das Verfolgen seiner Fortschritte oder durch Sponsoringmöglichkeiten.
Daniels Mission ist einfach: Menschen etwas zurückzugeben, die das Gefühl haben, nichts mehr geben zu können, und zu zeigen, dass Grenzen – so fest sie auch erscheinen mögen – immer neu definiert werden können.
Sie können Daniels Reise auf Instagram unter @diffy.dan verfolgen.
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