Concept2 – mehr als nur Ergometer

22. Feb. 2026

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Concept2 50th Logo with Oar Testing

Peter Dreissigacker und Dick Dreissigacker testen einen Riemenschaft mit dem Lieferwagen, mit dem sie von Kalifornien nach Vermont gefahren sind.

Für viele Ruderinnen und Ruderer ist der Name Concept2 ganz selbstverständlich Teil der Szene.

Sie haben ihn an der Startlinie gesehen. Sie haben in der ruhigen Morgenstunde darauf trainiert. Vielleicht sind Sie darauf Rennen gefahren, haben sich daran gemessen oder dadurch Ihre Fitness gefunden.

Doch unsere Geschichte begann nicht in einer Fabrik. Sie begann in einer Scheune in Vermont.

Zwei Brüder und eine Idee
1976 trainierten die Brüder Dick Dreissigacker und Peter Dreissigacker für einen Platz im US-Olympiateam für die Spiele in Montreal. Sie waren Ruderer mit großer Leidenschaft für ihren Sport und überzeugt davon, dass sich Riemen und Skulls verbessern lassen.

Damals bestanden Rennriemen aus Holz und waren schwer. Dick und Peter waren überzeugt, dass es einen besseren Weg geben musste. Könnten sie leichter sein? Schneller? In ihrer Küche begannen sie mit Carbonfaser und Glasfaser an Verbundkonstruktionen zu arbeiten. Die ersten Blätter wurden von Hand geformt und im heimischen Ofen ausgehärtet. Fortschritt entstand durch Versuch und Irrtum. Mit der Zeit entwickelten sie einen leichten und zugleich robusten Verbundriemen, der etwa 5 Pfund (ca. 2,3 kg) wog, die unnötige Belastung für die Athletinnen und Athleten reduzierte und eine sauberere, effizientere Kraftübertragung im Wasser ermöglichte.

Von Anfang an ging es nicht nur darum, etwas Neues zu schaffen, sondern etwas Besseres – und dafür einzustehen. Diese Neugier führte dazu, Dinge anders zu machen als erwartet.

Sie nannten ihr Unternehmen Concept2 – ein Name, der auf einer Idee basiert, die ihre Arbeitsweise bis heute prägt.

Der Ursprung des Namens reicht zurück ins Jahr 1974, als Dick und Peter als Studenten an einem Projekt arbeiteten, um einen besseren Rucksack zu entwickeln. Der Prozess war einfach und strukturiert: das Problem definieren, möglichst viele Lösungen entwickeln, diese sorgfältig bewerten und die beste auswählen. Von allen Ideen erwies sich die zweite – Konzept Nummer 2 – als die stärkste Lösung. „Concept 2“ wurde so zu unserem Sinnbild für Problemlösung. Die erste, naheliegende Idee ist selten die beste. Echte Innovation entsteht durch breites Erkunden, konsequentes Testen und bewusstes Entscheiden. Dieser Ansatz zur Problemlösung und Entscheidungsfindung ist bis heute Teil unserer DNA bei Concept2. Er erklärt, warum wir Produkte entwickeln, die Maßstäbe setzen, und warum wir bereit sind, Entscheidungen zu treffen, die nicht immer dem Gewohnten folgen.

Der Name steht für etwas Grundlegendes, das uns ausmacht. Wir glauben an Iteration. Wir glauben daran, Bestehendes zu verbessern. Wir sind überzeugt, dass es immer einen besseren Weg gibt.

Diese Denkweise tragen wir bis heute weiter. Testen, verbessern und niemals davon ausgehen, dass die erste Antwort die richtige ist. Dieses zweite Konzept wurde zur Grundlage für alles, was folgte.

Warum Vermont
Die Brüder entschieden sich gemeinsam mit Bari Dreissigacker, selbst eine erfolgreiche Ruderin, nicht für Vermont, weil es ein Zentrum des Rudersports war. Sie entschieden sich dafür, weil es sich richtig anfühlte.

Mitte der 1970er-Jahre verließen Dick Dreissigacker, Peter Dreissigacker und Bari Kalifornien und fuhren quer durchs Land auf der Suche nach einem Ort, an dem sie ihr Leben aufbauen konnten. Sie wollten Berge. Sie wollten Ski fahren. Sie wollten gärtnern. Sie wollten Raum zum Denken und Arbeiten. Sie hatten Kindheitserinnerungen an das Skifahren am Mount Mansfield in Stowe. Schließlich ließen sie sich in Morrisville nieder, einer kleinen Stadt am Fuß des Mount Mansfield und am Rand von Stowe. Vermont bot ihnen den Raum, sowohl ein Leben als auch ein Unternehmen aufzubauen.

Diese Werte leiten uns bis heute.

Man testing Concept2 Skierg Prototype

Dick Dreissigacker arbeitet 1982 an einem frühen SkiErg-Prototypen.

Von Riemen und Skulls zu Ergometern
Innovation endete nicht bei Riemen und Skulls.

1981 stellten die Winter in Vermont eine neue Herausforderung dar: Wie trainiert man Rudern, wenn das Wasser gefroren ist? Und wie hält man das Team in der Nebensaison beschäftigt? Peter Dreissigacker und Dick Dreissigacker beschlossen, ein Wintertrainingsgerät für Ruderer zu entwickeln. Peter nagelte sein altes Fahrrad auf den Boden der Scheune und zog an der losen Kette – der RowErg war geboren. Er ermöglichte ernsthaftes Training außerhalb des Wassers und eröffnete gleichzeitig Menschen ohne Rudererfahrung den Zugang zum Sport. Mit der Zeit entwickelte sich der RowErg zum weltweiten Standard.

1991 führten wir die asymmetrische moderne Blattform ein. Bereits bei den Olympischen Spielen 1992 nutzten die meisten Teams diese neue Form. Sie sah anders aus, weil sie anders war: Sie bewegte mehr Wasser, belohnte eine kraftvolle Verbindung und veränderte den Rudersport nachhaltig.

2009 richteten wir unseren Fokus auf den nordischen Skisport. Skilangläuferinnen und Skilangläufer benötigten eine Möglichkeit, Kraft und Ausdauer ganzjährig zu trainieren – unabhängig von Wetter und Loipen. Der SkiErg wurde genau dafür entwickelt. Schnee ist nicht erforderlich. Vorerfahrung ist nicht erforderlich. Entscheidend ist allein die Leistung der Athletin oder des Athleten am SkiErg.

Der rote Faden ist dabei immer derselbe: auf Athletinnen und Athleten hören, durchdacht entwickeln und sich kontinuierlich verbessern.

Vier Gründer, ein gemeinsames Engagement 
Concept2 war nie nur zwei Brüder in einer Scheune. 1976 wurde das Unternehmen von Dick Dreissigacker, Pete Dreissigacker und Bari Dreissigacker gegründet. 1983 kam Judy Geer, Olympionikin und Nationalmannschaftsruderin, als vierte Gründerin hinzu und begann bei Concept2 zu arbeiten. Bari heiratete Pete, Judy heiratete Dick. Gemeinsam schufen die vier etwas, das weit über Geräte hinausgeht.

Bari organisierte in den Anfangsjahren das Unternehmen. Sie war verantwortlich für Kundenservice, Vertrieb, Buchhaltung, Personal und Versand. Wenn Sie damals bei Concept2 anriefen, sprachen Sie höchstwahrscheinlich mit Bari.

Sich um Kundinnen und Kunden zu kümmern, war nie nur eine Abteilung – es war von Anfang an Teil der Grundlage.

Judy brachte mit ihrer Erfahrung als Spitzenruderin und Trainerin am Dartmouth College sowie einem Masterabschluss im Ingenieurwesen sowohl sportliche als auch technische Tiefe ein. Sie kannte die Intensität des Wettkampfs und die Disziplin des Trainings – und brachte dieses Verständnis in die Produktentwicklung und in die Kommunikation mit unserer Community ein.

Die vier Gründer teilten eine Überzeugung, die uns bis heute prägt: Leistung ist wichtig – aber Menschen sind wichtiger.

Eine Community aufbauen – nicht nur Ergometer
Mit dem Wachstum des Indoor-Ruderns entwickelte sich noch etwas anderes – eine Community.

Was als kleines Wintertreffen in Boston begann, entwickelte sich zu den C.R.A.S.H.-B. Sprints und zieht heute Athletinnen und Athleten aus aller Welt an. Die Leistung ist individuell, doch das Erlebnis wird geteilt. Die Lungen brennen. Die Beine zittern. Im Ziel brechen viele erschöpft zusammen – und reichen dann der Person neben sich die Hand. Respekt entsteht gemeinsam.

Heute trainieren und messen sich Concept2-Nutzerinnen und -Nutzer weltweit – in Bootshäusern, Fitnessstudios, Arenen, Schulen und zu Hause. Einige sind Olympionikinnen und Olympioniken, die an ihrer Leistungsgrenze feilen. Andere entdecken das Indoor-Training zum ersten Mal. Sie trainieren auf RowErgs, SkiErgs, BikeErgs und StrengthErgs. Wenn Sie unsere Produkte nutzen, gehören Sie dazu.

Diese Überzeugung prägt, wie wir Produkte entwickeln, wie wir unsere Kundinnen und Kunden unterstützen und wie wir jeden Tag auftreten.

Unsere Mitarbeitenden engagieren sich als Trainer im Nachwuchssport, übernehmen Verantwortung in lokalen Gremien, arbeiten ehrenamtlich bei Feuerwehr und Rettungsdiensten und unterstützen Organisationen, die unsere Gemeinschaften stärken. Gleichzeitig setzen wir uns dafür ein, den Rudersport zugänglicher zu machen, damit mehr Menschen die Sportart erleben können, die uns geprägt hat.

Wir entwickeln Geräte. Doch noch wichtiger ist: Wir bauen und unterstützen die Community dahinter. 

Founders with Oars and PPT

Bari Dreissigacker, Peter Dreissigacker, Dick Dreissigacker und Judy Geer bei der Unterzeichnung des Perpetual Purpose Trust.

Der Perpetual Purpose Trust
Am 1. Januar 2025 haben die Gründer 100 Prozent des Eigentums von Concept2 auf den Concept2 Perpetual Purpose Trust übertragen.

Dieser Schritt stellt sicher, dass Concept2 niemals an externe Eigentümer verkauft wird und seiner Mission treu bleibt. Gewinne werden in das Unternehmen reinvestiert und zur Erfüllung des festgelegten Zwecks des Trusts verwendet. Sie fließen nicht an einzelne Anteilseigner.

So wird sichergestellt, dass der hier geschaffene Wert weiterhin der Community zugutekommt, die dies überhaupt erst möglich gemacht hat. Die Vision, die vor 50 Jahren in einer Scheune begann, liegt heute in den Händen unserer Mitarbeitenden. Der Trust führt dieselbe Mission fort, die uns von Anfang an geleitet hat …

“Wir sind bestrebt, einzigartige Produkte von höchster Qualität und bestem Nutzen zu entwickeln, herzustellen, zu verkaufen und zu unterstützen – zum Vorteil der Concept2 Community: unserer Kundinnen und Kunden, Mitarbeitenden, Lieferanten und Nachbarn.” 

Weiter testen, weiter lernen
Wir sind Ingenieurinnen und Ingenieure. Wir sind Athletinnen und Athleten. Wir sind Nachbarn. Wir sind Problemlöser.

Wir glauben an harte Arbeit. Wir glauben an Fairness. Wir glauben daran, Dinge zu entwickeln, die funktionieren – und dafür einzustehen.

Während Concept2 sein 50-jähriges Jubiläum feiert, blicken wir mit derselben Neugier und Entschlossenheit nach vorn, die bereits unsere ersten Riemen und Skulls geprägt hat. Unser Anspruch zeigt sich weiterhin in unserer täglichen Arbeit: unsere globale Community mit innovativen, hochwertigen Produkten zu unterstützen, die sich über lange Zeit bewähren.

Und es geht weiter – Schlag für Schlag, Innovation für Innovation.

Neugierig, wie zwei Brüder in einer Scheune in Vermont ein Unternehmen gegründet haben, das den Rudersport und das Indoor-Training nachhaltig verändert hat? Hören Sie Dick Dreissigacker und Pete Dreissigacker im Podcast How I Built This with Guy Raz und erfahren Sie die Geschichte hinter dem Concept2 Indoor Rower. 

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Tags:

Concept2, Inc